Gestänge - Befestigung

Via Clip: Bsp. vaude und robens  Vorteile: Sehr schneller Auf- /Abbau. Beim Abbau muss nur eine Seite gelöst werden. Wenn die Spannung weg ist, kann man das Zeltgestänge einfach rausziehen und gleich zusammenlegen, ohne das es den Boden berührt. Nachteile: Keine bekannt Via Stangenkanal:  Vorteile: Keine bekannt. Nachteile: Der Abbau ist ... nun ja: o Spannung wegnehmen und Zeltstangen rausziehen geht nicht! Vielleicht im Laden, wenn das Zelt trocken ist, aber nicht, wenn das Zelt nass ist (Regen, Morgentau). Beim Versuch das Gestänge rauszuziehen, zerfällt es, und dann geht die Fummelei los. o Also muss man das Zeltgestänge rausstossen (so wie es die Zelthersteller vorgeben). Der Versuch - bei einem nassen Aussenzelt - das Gestänge rauszustossen ... und dabei selbst trocken zu bleiben ist mir noch nicht gelungen. Ausserdem landet das Gestänge auf dem Boden. Pech wenn dieser matschig ist! Fazit: Mein Favorit ist eine Befestigung via Clip wegen dem schnellen und problemlosen Auf- / Abbau.

Belüftung

Der Unterschied zwischen einem 3 Saison & 4 Saison Zelt liegt u.a. in 3 Punkten: Gestänge: Stabil genug für (schwere) Schneelast und Stürme? Innenzelt: Winddicht? Aussenzelt: Reicht bis zum Boden (Winddicht)? Viele 3 Saison Zelte haben nur noch Meshgewebe und das Aussenzelt geht nicht bis zum Boden (beides spart Gewicht und sorgt für bessere Belüftung). Wer aber auch in der Randsaison unterwegs ist (Frühfrühling oder Spätherbst) oder in höheren Lagen, dem kann schnell kalt werden.

Was macht ein gutes 3 Saison Zelt aus?

Aussenzelt bis zum Boden, mit Option hochzubinden (für bessere Belüftung). Winddichtes Innenzelt, mit Option Meshgewebe in den Türen zu öffnen Definitiv 2 Eingänge für grosse Durchlüftung

Aufbau

mit eingehängtem Innenzelt: Es wird nur das Aussenzelt aufgebaut, worin das Innenzelt hängt. o Beim Aufbau im Regen wird das Innenzelt nicht nass o Aufbau bei windigem Wetter leichter o Kostet weniger Zeit beim Auf- / Abbau o Nur Innenzelt Aufbau kompliziert (wenn überhaupt möglich). Eventuell wird extra Material benötigt! Ein schneller Aussenzeltaufbau bei einsetzendem Regen: Unmöglich ohne eingehängtem Innenzelt: Es wird zuerst das Innenzelt aufgebaut. Dann das Aussenzelt darüber gespannt (Überwurf-Konstruktion) o Beim Aufbau im Regen wird das Innenzelt nass o Aufbau bei windigem Wetter schwerer o Kostet mehr Zeit beim Auf- / Abbau o Nur Innenzelt Aufbau ohne Probleme. Bei Bedarf Aussenzelt einfach drüber spannen. Fazit: Mein Favorit ist mit eingehängtem Innenzelt. Es ist im Auf- / Abbau einfach schneller und unkomplizierter, gerade bei Reisen mit häufigem / täglichem Standortwechsel! Ausserdem bin ich schon häufig nachts vom Regen überrascht worden.

Zeltform

o Kuppelzelt Selbststehend (muss nicht abgespannt werden) Weniger Platz bei mehr Gewicht (im Vergleich zum Tunnelzelt) Klassisch: 2 Stangenbögen die sich kreuzen. Es gibt aber auch Varianten. o Tunnelzelt nicht selbststehend (muss immer abgespannt werden) Mehr Platz bei weniger Gewicht (im Vergleich zum Kuppelzelt) Klassich: 2 Stangenbögen (die sich nicht berühren). Es gibt aber auch Varianten mit mehr Stangen. o Geodätzelt (hauptsächlich Winterzelte) Selbststehend 3 oder mehr Stangenbögen die sich kreuzen. Sehr Sturmstabil. Aber auch schwer. o und ein paar Formen zwischen den obigen 3 Fazit: Mein Favorit ist ein Kuppelzelt. Zwar hat man etwas weniger Platz und mehr Gewicht als beim Tunnelzelt, aber ein Tunnelzelt kostet mich deutlich mehr Zeit im Auf- / Abbau, weil mehr abgespannt werden muss. Im schlimmsten Fall bekommt man das Tunnelzelt nur schwer oder gar nicht aufgebaut, bei schwierigem Untergrund wie Sand-, Kies-, Stein- oder Betonboden. (Weitere Vorteile vom Kuppelzelt: Siehe Handling ganz unten) Das Kuppelzelt ist immer selbststehend, Heringe setzte ich nur wie folgt ein: Abspannen der Apsiden o Wenn das Gepäck nicht aussen liegen soll, z.B. Campingplatz o Wenn es Regnen könnte Abspannen des Zeltes bei Regen / Regenwahrscheinlichkeit. Dadurch wird verhindert, dass das Aussenzelt das Innenzelt berührt, und so Kondenswasser den Innenraum nässt. Vollabspannung des Zeltes bei Sturm. Dadurch wird verhindert, dass zu starker Wind das Zelt niederdrückt und somit das Gestänge bricht.

Liegeform

Querlieger: Man liegt quer zum Eingang o Eingang rechts / links o Bequemes Ein- / Aussteigen (gerade für ältere/grosse Leute) o Zum Ein- / Aussteigen ist nur eine 90° Drehung im Zelt notwendig Langlieger: Man liegt mit dem Kopf zum Eingang o Eingang oben / unten o Unbequemes Ein- / Aussteigen o Dafür liegt der Kopf angenehm am Lufteingang Fazit: Mein Favorit ist ein Querlieger. Auch wenn ich als Frischluftfanatiker mit dem Kopf lieber am Eingang schlafe, aber die ewige Krabbelei auf Knien und das 180° drehen im Zelt mit meinen 1.95 m ist mir zu nervig.

Heringe

Früher konnte man die mitgelieferten Heringe gleich wegschmeissen. Inzwischen haben auch Zelthersteller reagiert, und legen bessere Heringe bei - zumindest bei hochwertigen Zelten.

Unterlegplane (Footprint)

Zum Schutz des Zeltbodens vor Schmutz, spitzen Sachen oder Tieren immer eine Unterlegplane benutzen. Vor dem Auslegen der Unterlegplane, den Standort kurz absuchen nach Ästen, Spitzen Gegenständen (Steine, Glas,) oder Tiere (Schnecken). Eventuell auch kurz probeliegen auf der Unterlegplane: Drückt noch etwas? Liegt man gerade? Darauf achten, dass die Unterlegplane nie grösser (länger / breiter) als das Aussenzelt ist. Bei Regen fliesst sonst Regenwasser auf der Unterlegplane unter den Zeltboden. Das ist nicht weiter schlimm, so lange der Zeltboden 100% dicht ist. Eventuell zieht aber auch mehr Kälte nach oben und der Zeltboden ist morgens nass. Extras 1 Reparatur - Set zum abdichten (Zeltboden und Aussenzelt) 1 Reparatur - Hülse Gewebe - Klebeband (zur Not-Abdichtung oder befestigen der Reparatur-Hülse) Die Abspann - Seile müssen nicht dauernd am Zelt hängen (wenn man sie nicht benutzt). Deshalb abmachen, aber mitnehmen. Handling (und weitere Vorteile vom Kuppelzelt :-) Zelt - wenn möglich - trocken einpacken. Bei einem frühen Start ist das Zelt meist nass (Morgentau / Kondenswasser). Bitte das Zelt nicht mit einem Tuch (weder innen noch aussen) trocken reiben (dadurch kann eine Schädigung der Imprägnierung entstehen). Am besten das Zelt kurz schütteln, damit das Wasser abperlt. Das Zelt als letztes einpacken (auch wenn es noch nass ist). Bei einem Zelt mit Überwurf-Konstruktion das Aussenzelt separat vom Innenzelt einpacken! Das Zelt in einer grösseren Pause auslegen, eventuell kurz aufbauen, damit es richtig trocknet. An Regentagen eine regengeschützte Stelle zum trocknen suchen. Auch die Unterlegplane (Footprint) trocknen und auf der Unterseite von Dreck und Tieren (z.B. zerquetschten Schnecken, Spinnen) grob reinigen. Das Zelt morgens/abends kurz ausschütteln, damit kein Dreck /Tiere im Innenzelt verbleiben und beim Packen/Liegen zerquetscht werden.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Vaude und Exped

 
Billiger Hering, der noch häufig mit Zelten verkauft wird. Am besten gleich im Laden lassen und neue kaufen.  
Hering, der oft als hochwertig angeboten wird. Nicht kaufen !!! Die Einkerbungen sind Sollbruchstellen.  
Sehr gute Form, aber bitte ohne Aussparrungen. Die Aussparrung reduziert nicht nur das Gewicht, sondern auch den Halt, z.B. im Sand.  
Beste Form: V-förmig. Durch die grossen Flächen hat der Hering den besten Halt (Reibungskraft). Ohne Aussparungen und ohne Einkerbungen.  
Für sehr harten Boden immer ein paar Zeltnägel mitnehmen. 2-3 genügen für den Notall um das Zelt von der Windseite zu sichern.  
Tipp für Sand / Schnee  Den Hering nicht in den Boden stecken, sondern im Sand / Schnee vergraben. Das Abspann - Seil mittig am Hering befestigen und den Hering quer liegend, mit der V-förmigen Öffnung zum Zelt.
Patrick Kundmüller bonetrip(at)gmx.com Impressum Disclaimer © copyright: all rights reserved - patrick kundmueller - stand: 2020
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